Gesellschaft - Umwelt

Demokratische Orte des Lernens

Die Volkshochschulen verstehen sich als demokratische Orte des sozialen und politischen Lernens. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politischen Bildung zu, die weder Belehrung noch Parteipolitik verfolgt und die allgemeines Engagement für demokratische Werte, Menschenrechte und gegen Fundamentalismus fördert. In den angebotenen Lernräumen können Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenzen erfahren und entwickelt werden. Das Programmangebot des Fachbereichs „Politik – Gesellschaft – Umwelt“ ist breit angelegt und umfasst sowohl politische, soziale, ökonomische, ökologische, rechtliche als auch geschichtliche, psychologische und pädagogische Themen. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung und Globales Lernen sind wesentliche gesellschaftliche Aufgaben. Die Volkshochschulen halten hier ein breites Angebot zur Information, Diskussion und zum aktiven Handeln vor. Die Veranstaltungen sind geprägt durch offenen Gedankenaustausch zwischen engagierten Menschen in sachlichen und kontroversen Diskussionen, zur gemeinsamen Erarbeitung von Kenntnissen und Hintergrundinformationen, mit spannenden und kreativen Methoden.

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Online: Die heutige Banalität des Bösen?

Der Ukraine-Krieg im Spiegel Hannah Arendts «Eichmann in Jerusalem»
Aus der Reihe: vhs.Friedensforum

W22-102030
Info:
Dr. theol. André Böhning
Viele Verbrechen gegen die Menschlichkeit im 20. Jahrhundert basieren nach Überzeugung der Philosophin und Publizistin Hannah Arendt (1906 - 1975) auf die Mithilfe gedankenloser Menschen wie den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann (1906 - 1962). Diese Gedankenlosigkeit beruhe wiederum auf einem "Mangel an Vorstellungskraft". Menschen würden sich Arendts Ansicht nach weigern, über die Opfer nachzudenken, die mörderischen Maschinerien zu hinterfragen, deren Teil sie waren und die sie geistig unterstützten. Hannah Arendts Einsichten über den Eichmann-Prozess, publiziert in ihrem umstrittenen Buch "Eichmann in Jerusalem", nimmt Dr. theol. André Böhning als Ausgangspunkt, um über die Verbrechen gegen die Menschlichkeit im "Russland-Ukraine"-Krieg nachzudenken. In diesem Krieg tritt "Böses" klar hervor und muss benannt wie bekämpft werden. Daran ist nichts banal. Arendt aber meint mit Banalität, dass es unzählig "banal-böse Kollaborateure" bspw. für den Faschismus gibt. Arendt irrte zwar im Blick auf Eichmann, aber mit "Banalität des Bösen" nimmt sie jeden Bürger und jede Bürgerin in die politische Pflicht für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung.
Eine Veranstaltung der Volkshochschule Landkreis Konstanz in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft, der Bodensee Region, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V. und der Jüdischen Gemeinde Konstanz e. V.

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Eine Kooperation mit vhs.Friedensforum. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Wir, die Volkshochschulen, sind gegen den Krieg und für den Frieden. Mit der Initiative vhs.Friedensforum wollen wir uns mit Weiterbildungsangeboten für den Frieden einsetzen: in der Ukraine, aber auch anderswo in der Welt, sowie bei uns selbst im Inland in Städten und Gemeinden im Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen.
Kursleitung:
vhs.Friedensforum ( alle Kurse)
Außenstelle:
Von zu Hause aus
Veranstaltungsort:
Von zu Hause aus

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Termin(e):
Do., 17.11.22, 19:30 - 21:00, 1x
  • 17.11.2022 , 19:30 - 21:00 Uhr
    Von zu Hause aus
Kosten:
0,00 €
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